Seglerschlepp auf dem zugefrorenen Davoser See


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Die winterlichen Seglerschlepps auf dem Davoser See sind unseres Wissens weltweit einmalig. Es können im tief dunkelblauen Himmel - legal! - normalerweise unvorstellbare Höhen geflogen werden, z.B. mit 3m-Seglern (konkret z.B. Cirrus'69 von Graupner) über 1000m. Der Segelflug auf diese Art ist etwas ganz Einmaliges und wird von uns Davosern und unseren Gästen fast mehr geschätzt als der Hangflug - das Winterfliegen ist das was wir herbeisehnen, nicht die Hangflugsaison!
  • vorweg:
    Das Betreten des Eises ist der Allgemeinheit untersagt! Die Modellfluggruppe Davos hat einen Ausnahmevertrag mit dem Pächter des Sees. Sie dürfen also nur zusammen mit Migliedern unserer Modellfluggruppe fliegen. I.d.R. gibt es um Anfang März zwei grössere Schleppwochenenden, bei denen auch Gäste auf dem See fliegen können. Ausnahmsweise können Einzelpiloten nach Rücksprache auch an anderen Wochenenden zwischen Anfang Februar und Ende März mit uns fliegen.

  • Meteo:
    Im Winter kann in Davos ab etwa 400m über See im Hangwind am Seehorn (bei Bise von Nord) oder an der Parsenn (bei Südföhn) bis in grösste Höhen gesegelt werden. Dazu sind Segler mit wenigstens 20cm Flächentiefe nötig. Faustformel: Bei optimalen Bedingungen (trockene Luft) reicht die Sichtbarkeit für Flüge bis Flächentiefe * 5000 aus (!!)
    Meist ist es auf dem Eis bis 14°°/15°° so windstill, dass z.T. im T-Shirt geflogen werden kann. Mit Einsetzen des Windes wird es dann aber empfindlich kalt, Senderschutz ist wichtig für die, die nicht mit Handschuhen steuern können.

  • Modelle:
    Als absoluter Mindestmassstab sollte 1:4 gelten. Modelle bis 12kg können i.d.R. ohne weiteres geschleppt werden, schwerere Modelle nach Rücksprache.
    Die Segler müssen (überwiegend) weisse Unterseiten haben, die Fahrwerke (EZFW und Heckrad) werden nicht benötigt und müssen zugeklebt und ggf. ausgebaut werden. Dunkelblaue Unterseiten sind ein absolutes NoGo!
    Die Modelle müssen mehr oder weniger wasserdicht sein: Wenn die Haube ohne Sicke ist, sollte der Spalt zeimlich saugend sein oder muss zugeklebt werden. Am Boden der Rumpfkeule sollen keine Schmelzwasser-empfindlichen Bauteile sein. Gehen Sie davon aus, dass sich eine kleine Pfütze im Rumpf bilden könnte. Schneestaub dringt z.B. durch die Schleppkupplung ein.
    Die Stromversorgung sollte mehr als ausreichend sein mit LiFePo (optimal) oder LiPo. NiCd geht zur Not, NiMH ist völlig ungeeignet.
    Auf dem See sind Verbrenner-Motormodelle nur zu Schleppzwecken zulässig.
    E-Segler werden geduldet - wir selber lassen aber auch die E-Segler schleppen!
    Von Spassmodellen, Hotlinern, Warbirds etc. bitten wir abzusehen.

  • persönliches Equipement:
    Eine zusätzliche private Haftpflichtversicherung (zusätzlich zum Aeroclub) mit Modellflug-Einschluss wird verlangt!
    Schneeschuhe!
    Es empfehlen sich wirklich wasserdichte Stiefel, am besten die dicken braunen Chinesen-Dinger mit weissem Kunstfell innen.
    Für Nicht-Bergler: fetter Sonnenschutz, -brille, -hut/-kappe.

  • Üblicher Ablauf:
    10°° Treffen am Parkplatz, Segler-Aufbau und Transport auf das Eis
    11°° erste Flüge
    12°° an manchen Flugtagen haben wir auch Küche mit heisser Suppe oder Würsten
    16°° Ende des Flugbetriebs
    17°° manchmal spontanes gemeinsames Pizzaessen

  • Termine und Kontakt:
    Termine siehe unser Veranstaltungskalender
    Kontakt +41 78 707 88 39 (Natel Bertram) oder bertram(ät)radelow.ch


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